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Interview mit Kathrin Englmann-Moosburger – Leitung Marke & Kommunikation bei Neumarkter Lammsbräu

Interview mit Kathrin Englmann-Moosburger von Neumarkter Lammsbraeu

Als Leitung für Marke & Kommunikation bei Neumarkter Lammsbräu ist Kathrin Englmann-Moosburger Expertin für konsequente Markenführung und die Aufladung ihrer Marke mit glaubwürdigem Storytelling. Als Hersteller nachhaltige Bio-Getränke seit mehreren Generationen steht Neumarkter Lammsbräu als Marke dafür, Werte zu leben und Verantwortung zu übernehmen. Wir haben mit Kathrin Englmann-Moosburger über Authentizität gesprochen und darüber, warum man als Marke nicht immer everybody’s darling sein kann…

Kathrin Englmann-Moosburger, vielen Dank dass Sie sich die Zeit genommen haben! Welche war denn in Ihrer Kindheit Ihre Lieblingsmarke und warum?

Als Kind war Lego meine Lieblingsmarke. Was mich daran bis heute fasziniert: Lego bietet der Kreativität fast unendliche Möglichkeiten und man kann seine „Projekte“ immer weiterentwickeln. Dazu ist es fast unkaputtbar. Gerade habe ich meine Sachen von früher für meine kleine Tochter vom Dachboden geholt. 

Und welche ist heute Ihre Lieblingsmarke?

Wenn Sie mich nach meiner Lieblingsmarke von heute fragen: Ich finde es grundsätzlich wichtig, dass Marken konsequent für Werte stehen und Gutes tun, dabei aber dennoch den Genuss und den Spaß nicht vernachlässigen. Ich denke das haben wir bei Lammsbräu ganz gut hinbekommen. 

Was sind Ihre wichtigsten „Learnings“ für erfolgreiche Markenführung?

Wichtig sind ganz klar Authentizität und Transparenz. Dass man für seine Überzeugungen einsteht sowie Konzepte ganzheitlich und konsequent umsetzt. Dazu gehört auch den Mut zu haben, nicht immer everybody’s darling sein zu können.  

Was erwarten andere Unternehmensbereiche von einem Brand Manager / Brand Management Team?

Kurz: Kommunikation am Puls der Zeit. Ganz konkret: Dass wir dabei helfen, die Geschichte der Marke, ihrer Philosophie und dem Engagement dahinter nach außen zu tragen und den Menschen authentisch näherzubringen.  

Wie unterscheiden sich Ihrer Ansicht nach verschiedene Zielgruppen in Hinblick auf ihre Markenbindung?

Ich möchte hier eher vom verbindenden Element sprechen: Echte Markenbindung entsteht und stabilisiert sich meiner Meinung nach nur dann, wenn man konstant Haltung zeigt und im Unternehmensalltag dafür einsteht. Es geht darum, seine Werte wirklich zu leben sowie nachvollziehbar und greifbar zu machen. Nur wenn man hier durchgängig am Ball bleibt, ist man glaubwürdig und nimmt die Menschen dauerhaft mit. Wir bei Lammsbräu setzen uns beispielsweise für eine traditionell handwerkliche, enkeltaugliche und faire Lebensmittelerzeugung ein. Wir gehen da konsequent voran und versuchen unsere ganze Community von den Mitarbeitern bis hin zu den Kunden immer weiter für diese Themen zu sensibilisieren und zum Mitmachen anzuregen. Das stiftet Sinn. Unsere Mitarbeiter sind stolz für ein solches Unternehmen zu arbeiten und für unsere Kunden wird erlebbar, wofür unsere Marke und unsere Produkte in letzter Konsequenz stehen: eine lebenswerte Zukunft.

Wie wirkt sich die Coronakrise auf Ihre Tätigkeit als Leiterin im Bereich Marke und Kommunikation aus?

Wie die meisten haben wir uns zu Beginn der Krise kurz geschüttelt, haben Konzepte und Pläne auf den Prüfstand gestellt und wo nötig nachjustiert. Dann ging es relativ bald auch darum, speziell unsere Mitarbeiter trotz Homeoffice so gut wie möglich einzubinden und weiter mitzunehmen. Gerade in den Abteilungen wie Produktion oder Logistik waren noch nicht alle Mitarbeiter digital vernetzt. Das haben wir nun innerhalb kürzester Zeit geändert, was für uns in der Abteilung Marke und Kommunikation zusätzliche Möglichkeiten der Ansprache eröffnet. 

Welche Rolle spielt die Digitalisierung im Bereich Marke derzeit? Wie sehen Sie diese Entwicklung in der Zukunft?

Die Digitalisierung bietet nach innen und außen großes Potenzial. Wir können dadurch beispielsweise unsere Kunden und Mitarbeiter mit auf eine Markenreise nehmen, Themen die uns wichtig sind, für alle noch greifbarer machen. Wir setzen hier u.a. auf lebendige Berichte vom Anbau unserer Rohstoffe, Hintergrund-Reportagen und Interviews. Unseren Mitarbeitern geben wir dadurch gleichzeitig auch Tools an die Hand, mit denen wir sie auch als Markenbotschafter unterstützen können. Im täglichen Arbeiten hat die Digitalisierung gerade im letzten halben Jahr durch Homeoffice einen riesen Schub bekommen. Für viele war das eine andere Art zu arbeiten, teilweise eine andere Arbeitskultur, ein anderes Mindset. Als Führungskraft war hier zunächst Fingerspitzengefühl wichtig, denn nicht jeder Mitarbeiter war sofort Feuer und Flamme von dieser neuen Möglichkeit, sich virtuell mit den Kollegen abzustimmen etc., fühlte sich im ersten Moment vielleicht sogar überfordert. Das hat sich geändert. Unbestreitbar sind nämlich die enormen Potenziale, gerade wenn es darum geht, im Team flexibel zusammenzuarbeiten und Familie und Job bestmöglich zu vereinen – ich spreche da als Mama aus eigener Erfahrung. 

Wenn Sie nicht für Neumarkter Lammsbräu arbeiten würden, für welche Marke wären Sie gerne tätig und warum?

Ich bin ganz ehrlich, die Frage stelle ich mir gar nicht. Ich fühle mich hier sehr wohl und die interessanten Herausforderungen und Ideen gehen uns nicht aus.

Kathrin Englmann-Moosburger, herzlichen Dank für das Gespräch und alles Gute für Sie und Neumarkter Lammsbräu!

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